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Mittwoch, 9. Dezember 2009

Der Preis des Lebens

Die Tageszeitung "junge Welt " hat am 08. Dezember 2009 einen Artikel veröffentlicht, indem sie nochmals auf die Bombenangriff - Affäre von Kundus eingeht.

Nun sollen die Opfer finanziell "entschädigt" werden.
163Kinder wurden zu Halb-Waisen und 91 Frauen zu Witwen.
Dass niemand ein Leben entschädigen kann, ist logisch, wie kann sich jemand erdreisten, einen Geldwert festzulegen ???
Die Kinder haben keinen Vater mehr, die Familie keinen Ernährer.
Wenn schon finanziell dort eine Wiedergutmachung geleistet werden sollte
( welch ein Hohn!)
dann müsste die NATO diese "Familien" bis zu deren Lebensende versorgen.
Inklusive der Schulausbildung für die Kinder, Kleidung, Unterkunft und Verpflegung.
Schließlich ist es die Schuld der NATO, dass diese Menschen sonst betteln gehen müssen.
Doch die Regierungen kaufen sich halt gerne mal zu günstigen Konditionen von Schuld frei.
Dafür, dass ein gewisser Betrag gezahlt wird, soll dann aber bitteschön niemand mehr auf vollständiger Aufklärung bestehen.

Da wurden Menschen getötet und nun will man sich dieser Äffäre so schnell wie möglich entledigen, schnell bezahlen, Akte schließen und weitermachen wie bisher.
Truppen aufstocken, den Krieg für Obama weiterhin mitfinanzieren, noch mehr Opfer, noch mehr psychisch traumatisierte Soldaten mit Uranstaub vergiften.....

Mehr als 70 % der deutschen Bevölkerung ist GEGEN den Einsatz deutscher Soldaten im Ausland..........und wen interessierts ? "Die da oben" nicht !
Ich empfinde diese Verhalten als dreist, diktatorisch und vor allem unmoralisch.
Doch Moral....was für ein alter und verstaubter Begriff heutzutage, oder ?
die Moral von der Geschicht"......................... ich kenn sie nicht.
Über die Begrifflichkeit moralisches oder auch ethisches Verhalten kann man wahrscheinlich stundenlang diskutieren.
Doch nicht hier und jetzt.Da müsste ich mich erstmal bei Kant einlesen.
Ganz ehrlich: Ich bin ein einfacher Mensch, weder studiert noch gelehrt , wenn ich allerdings sehe, wie hier in der deutschen Regierung gelabert und gefeilscht wird, muss ich meinen gesunden Menschenverstand fragen:

" Wieso nehmen wir diesen Bombenangriff nicht als Grund, uns ENDLICH nach 8 Jahren aus Afghanistan zurückzuziehen!?!?"

Das ist für mich die einzige angemessene Reaktion.
Ziemlich naiv der Gedanke, ich weiß , dass wird nicht passieren, schließlich müssen wir unter anderem die Opiumfelder bewachen für unsere "Freunde".
Ich habe Christoph R. Hörstel zuhören dürfen und danach ist jeder komplett desillusioniert.

Nunja, dank der " jungen Welt "wissen nun die werten Leser, wieviel das Leben eines Afghanen wert sein soll.
Schlappe 2000 US Dollar.
Vorhang schließen .
Danke.

http://www.jungewelt.de/2009/12-08/052.php

http://www.muslim-markt.de/interview/2008/hoerstel.htm

Montag, 7. Dezember 2009

Verantwortung

Ach ja, das Gerangel : wer hat wann was befohlen, wer hat Befehle nicht befolgt und etwas anderes vorgeschlagen ?
Ich dachte immer, das Militär ist hierarchisch organisiert und Befehlen muss man gehorchen und nicht "anderes "vorschlagen!
Die Piloten haben also dem Fliegerleitoffizier Klein fünf warnende Tiefflüge vorgeschlagen, die dieser abgelehnt hat.
Gabs da vielleicht auch einen demokratischen Mehrheitsentscheid zu ?
So kenn ich das Militär, im höchsten Maße demokratisch, alle Ränge stimmen ab ........
Schön auch, dass unser Bilderberg-Minister seine Meinung in den Qualitätsmedien ständig revidieren kann: Jetzt war der Angriff also doch "nicht militärisch angemessen"
Aha, ja, was denn nun ?
Eines haben diese Politmarionetten da oben nicht begriffen: hier sind Menschen umgebracht worden!
Väter und Söhne ,Onkel und Neffen ,große und kleine Brüder.
Ein übermächtiger Angriff des Militärs auf eine Ansammlung von Zivilisten ist für mich nur eines:
Mord
Mensch, Oberst Klein war im Bilde: ich sag nur: Aufklärungsflieger mit Wärmekameras und Nachtsichtgeräten! Beim Militär gibt es schließlich nur das Beste und das Neueste als Testversion. Also sag mir keiner, der hat bombardieren lassen, weil er annahm, es bestünde Gefahr! Lächerlich !
Also los! Nehmt die Verantwortung auf euch !
Kriegsminister Jung und Außenminister Steinmeier, seid mutig, am besten sagt ihr zur Abwechslung mal die Wahrheit und verratet uns, wer diesen Angriff tatsächlich befohlen hat.
DAS wär mal interessant !
Denn eines frage ich mich schon länger und ihr euch vielleicht auch: Wieso stehen wir bombardierenden Deutschen so sehr im Rampenlicht ?
Es gibt ja noch einige Spezies, die oft und ungestraft in fremden Ländern Menschen umbringen:
Zum Beispiel die "Amerigauner":
(vielen Dank an http://michaelwinkler.de/ für diese Wortschöpfung!

Wer bei der Systempresse greift das Thema der amerikanischen Drohnen in Pakistan auf, die dieses Jahr schon mehrere Dutzende von Zivilisten getötet haben? ( Stichwort amerikanische Privatarmee Blackwater )
wo liest man vom israelischen Militär und ihrem vieltausendfachem Mord an den Müttern, Vätern und Kindern in Palästina ?
Wieviele Millionen Iraker sind wegen des Öls und nicht existenter Massenvernichtungswaffen umgekommen ? Wer schreibt da heute noch drüber? Das alles darf "vergessen" werden, genauso wie die systematische Ausrottung aller Ureinwohner, auch Indianer genannt.
Vergessene Verbrechen.
Nur: an die Verbrechen der Deutschen wird täglich erinnert.
Ich hab irgendwie das Gefühl, wir Deutschen sollen so richtig schön an den Pranger gestellt werden, in diesem Falle wohl auch verdient, fiel doch noch nicht einmal ein einziges Wort des
Bereuens oder Bedauerns , nicht EIN EINZIGES! obwohl- wenn ich das recht überlege - selbst dies hätte zynisch geklungen in Anbetracht des Zeitraumes zwischen Diebstahl des Tanklasters und Beginn des durchgeplanten Angriffs auf Zivilisten, die lediglich etwas Benzin abzapfen wollten.

Mittwoch, 24. Juni 2009

Akte Thomas Raabe

Heute brauchte ich nur copy & paste......leider


diese Aussagen und gegensätzliche Tatsachen regen mich dermaßen auf, dass ich sie hier auch noch mal veröffentliche.
Dr.Thomas Raabe, Sprecher des Verteidigungsministeriums , hat sich dies erdreistet:

Drei tote Bundeswehrsoldaten -

kein Krieg, sondern Stabilisierungseinsatz(23.06.2009/rn) Dr. Thomas Raabe, Leiter des Presse- und Informationsstabes und Sprecher des Verteidigungsministeriums, hat auf der gestrigen Bundespressekonferenz (22.06.09) den deutschen Militäreinsatz in Afghanistan definiert:

„Es ist kein Krieg, sondern es ist ein Stabilisierungseinsatz, angefangen mit den rechtlichen Rahmenbedingungen wie zum Beispiel der, dass der Verteidigungsminister in einem Kriegsfall nicht mehr Inhaber der Befehls- und Kommandogewalt wäre, sondern dass das in diesem Fall dann die Bundeskanzlerin wäre.“

Das bedeutet de facto: So lange das Parlament nicht explizit einen Kriegseinsatz beschließt oder andersherum keine demokratische Legitimation für einen Krieg vorliegt, kann die Bundeswehr im Ausland machen, was sie will.

„Es ist dann eben kein Krieg. Wir haben keinen Kombattantenstatus, was den Gegner angeht. Das sind Terroristen“, folgert Raabe in seiner ihm eigenen Logik.Und so müsse man die Taliban bekämpfen und „dies mit aller Härte zu tun.

Das haben wir auch in der Vergangenheit des Öfteren gesagt: Wer uns angreift, der muss damit rechnen, dass er verfolgt und auch getötet wird!“

Wann, wo und wie ein Taliban Deutschland oder zumindest seine militärisch Verbündeten auf heimischem Boden angegriffen hat, bleibt Raabes Geheimnis.

„Wir haben immer wieder auf die vier Funktionen hingewiesen“, fährt Raabe fort: „Es geht ums Kämpfen, aber es geht auch ums Helfen, um Vermitteln und Schützen.“Von den drei letzteren Funktionen hört man in der Öffentlichkeit wenig Positives, von den Kämpfen dagegen bedauerlich mehr: Zivilopfer werden billigend in Kauf genommen, weil – so Raabe – „die Taliban in perfider Art und Weise die Zivilbevölkerung in diese Kampfhandlung mit einzubeziehen versuchen und sie sogar als menschliche Schuldschilde benutzen, insbesondere Frauen und inder. Diese perfide Art und Weise führt leider dazu, dass bei Kampfhandlungen dann eben auch zivile Opfer zu beklagen sind.“



Sicher, wenn die ISAF flächendeckend ganze Dörfer bombardiert, in denen der eine oder andere Talibankämpfer inmitten seiner Familie wohnt, dann wird das Dorf zu einer militärischen Stellung mit menschlichen Schutzschilden umdeklariert. So einfach ist das beim Bundesverteidigungsministerium.



Wenige Tage zuvor, am 16. Juni, zog Reinhold Robbe, Wehrbeauftragter des Bundestags, nach einem Truppenbesuch in Afghanistan ein ganz anderes Fazit. Vor hochrangigen Gästen in Berlin übermittelte der die Stimmung unter den Bundeswehrsoldaten: "Wir bauen hier im Moment keine Brücken und bohren keine Brunnen. Herr Wehrbeauftragter, wir befinden uns hier im Krieg."



Weiter führte Robbe aus, dass die Bundeswehr inzwischen gezielt gegen die Taliban vorgeht: "Seit einigen Wochen haben wir die Situation, dass zurückgeschossen wird." Während eines solchen Einsatzes in Kundus überschlug sich am heutigen Dienstag ein schwerer Transporter vom Typ Fuchs und stürzte in einen Wassergraben. Drei Soldaten starben dabei. Verteidigungsminister Franz Josef Jung erklärte daraufhin gegenüber der Presse, die Soldaten seien "im Einsatz für den Frieden gefallen" .

Für Gegner des Einsatzes ist das ein Widerspruch in sich. "Wer von Verwundeten und Gefallenen und nicht von verletzten und getöteten Soldaten spreche, benutze bewusst das Vokabular des Krieges.

Dies und die Panzer, Waffen und Gefechte passten nicht zur Beschreibung eines Friedenseinsatzes", konstatiert heute sogar schon die Süddeutsche Zeitung.

Oskar Lafontaine brachte es bei seiner Rede am vergangenen Sonnabend auf dem Wahlparteitag der Linken auf den Punkt: "Diese Kriege, so heißt es, müsse man führen, um Menschenleben zu retten, Frauen vor der Unterdrückung zu bewahren und Schulen und Krankenhäuser zu bauen.



Die Verlogenheit dieser Argumentation ist kaum zu überbieten. Ginge es wirklich darum, Menschenleben zu retten, dann wäre es mit deutlich weniger Geld möglich, jedes Jahr viele Millionen Menschen vor dem Hungertod und dem Tod durch Krankheit zu bewahren.

Wer diese Hilfe verweigert, aber Kriege führt, um Menschenleben zu retten, wobei leider viele Tausend Menschen ermordet werden müssen, ist moralisch völlig unglaubwürdig."

Quelle: hintergrund.de

Ich sag nur: Neusprech!